Was gehört zu einem Markenauftritt?
Mehr als das Logo. Ein Markenauftritt sorgt dafür, dass Ihre Firma auf der Website, auf dem Lieferwagen und auf der Offerte gleich wirkt.
| Element | Wozu es dient |
|---|---|
| Logo mit Varianten | Wiedererkennung, vom Firmenschild bis zum Favicon |
| Farbpalette mit Farbwerten (HEX, RGB, CMYK, Pantone) | Gleiche Farben auf Bildschirm und im Druck |
| Schriften | Einheitliches Schriftbild in allen Unterlagen |
| Bildsprache | Fotos und Illustrationen passen zueinander |
| Vorlagen | Visitenkarte, Briefpapier, Offerte, Social-Media-Beiträge |
| Styleguide | Regeln für alle, die mit der Marke arbeiten |
Wie läuft die Logo-Entwicklung ab?
- Briefing: Firma, Werte, Zielgruppe, Mitbewerber und wo das Logo überall eingesetzt wird
- Recherche: Was in der Branche üblich ist und wovon sich das Logo abheben soll
- Entwürfe: mehrere Richtungen als Skizzen, zuerst in Schwarzweiss geprüft
- Ausarbeitung: die gewählte Richtung verfeinern, Farben und Schrift festlegen, Varianten erstellen
- Übergabe: alle Dateien, Styleguide und auf Wunsch Vorlagen
Feedback geben Sie nach den Entwürfen und während der Ausarbeitung. Je klarer das Briefing, desto weniger Runden braucht es.
Was sollte ich für das Briefing vorbereiten?
- Den Firmennamen in der endgültigen Schreibweise, inklusive Rechtsform, falls sie im Logo stehen soll
- Drei Begriffe, die Ihre Firma beschreiben, zum Beispiel "bodenständig, präzise, persönlich"
- Logos, die Ihnen gefallen oder nicht gefallen, und warum
- Die wichtigsten Einsatzorte: Website, Fahrzeug, Arbeitskleidung, Verpackung, Schild
- Vorhandene Elemente, die bleiben sollen, etwa eine bekannte Farbe
Welche Logo-Dateien brauche ich?
| Format | Einsatz |
|---|---|
| SVG | Website und digitale Anwendungen, verlustfrei skalierbar |
| PDF oder EPS (Vektor) | Druckerei, Fahrzeugbeschriftung, Textildruck, Schilder |
| PNG mit transparentem Hintergrund | Präsentationen, Office-Dokumente, Social Media |
| JPG | E-Mail-Signatur und Orte, an denen keine Transparenz nötig ist |
Dazu gehören Varianten: farbig, schwarz und weiss für dunkle Hintergründe, quer und hoch, sowie eine Kurzform für Favicon und Profilbild.
Wie sieht das in der Praxis aus?
Drei Beispiele aus unserem Portfolio zeigen die Bandbreite. Für Bilo GmbH haben wir ein Logo entwickelt. Bei Art by Sue entstand das Logo aus einer Unterschrift, wodurch es persönlich und unverwechselbar wirkt. Bei Punkt72 ging der Auftrag über das Logo hinaus: Das Branding des Restaurants umfasst auch Digital Signage, also die Bildschirme im Lokal, damit der Auftritt vom Eingang bis zur Speisekarte einheitlich ist.
Wie schütze ich mein Logo als Marke?
In der Schweiz lassen Sie eine Marke beim Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum (IGE) eintragen. Prüfen Sie vorher in der Markendatenbank Swissreg, ob es bereits ähnliche Marken in Ihrer Branche gibt. Der Schutz gilt zehn Jahre und lässt sich beliebig verlängern. Für andere Länder braucht es eine eigene Anmeldung, zum Beispiel eine internationale Registrierung. Bei Unsicherheit lohnt sich die Beratung durch eine Markenanwältin oder einen Markenanwalt.
Was macht ein gutes Logo aus?
- Es ist einfach genug, um auch als kleines Favicon erkennbar zu sein
- Es funktioniert in Schwarzweiss, ohne an Wirkung zu verlieren
- Es passt zur Branche, ohne auf das übliche Klischee zu setzen
- Es folgt keinem kurzlebigen Trend und wirkt auch in zehn Jahren noch
- Es unterscheidet sich klar von den Logos der Mitbewerber
